Ausleitungsverfahren

Unser Organismus ist immer mehr Belastungen ausgesetzt, darunter fallen auch Umweltgifte und Metalle. Von einem gesunden, vitalen Körper können diese über die üblichen Wege (Stuhl, Urin, Schweiß …) ausgeschieden werden. Ist aber ein körperliches System geschwächt oder bereits erkrankt, arbeiten diese Entgiftungsfunktionen nicht mehr richtig und die schädlichen Stoffe können sich im Körper ansammeln und weitere Krankheiten und Beschwerden auslösen.

 

In der Medizin und Naturheilkunde stehen unterschiedliche Methoden zur Beseitigung (Ausleitung) dieser Gifte und Schwermetalle zur Verfügung, z.B.:

  • Schröpfen
  • Baunscheidtieren
  • Blutegel
  • Ausleitung über pflanzliche Arzneimittel
  • Chelattherapie

(blutiges) Schröpfen

Schröpfen hat seinen Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin. Ziel ist es, Blockaden aufzulösen und auf diesem Weg den Energiefluss des Körpers anzuregen.

  • Beim Schröpfen werden sogenannte Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, die durch eine Absaugvorrichtung einen Unterdruck erzeugen. Die Lage der Schröpfstellen orientiert sich am Tastbefund, d.h. es wird z.B. im Bereich von muskulären Verhärtungen geschröpft. Je nach Lage der Schröpfstellen kann über den Haut-Eingeweide- Reflex ein inneres Organ beeinflusst werden.

Blutiges Schröpfen kommt zum Einsatz bei hartnäckigen Muskelverspannungen.

  • Aufgrund einer reflektorischen Fehlregulation der Durchblutung der Körperoberfläche entstehen so genannte "heiße" oder "Fülle-" Gelosen (Verhärtungen). In dieser Füllegelose, die sich als schmerzhafte Verhärtung tasten lässt, findet sich eine Zunahme von Gewebsflüssigkeit, die den venösen Abfluss behindert, so dass es zu einer Vermehrung von Stoffwechselabfällen kommt. Da der arterielle Zufluss aber weiterhin besteht, kommt es zusätzlich zu einer Blutfülle. Vor dem blutigen Schröpfen wird die Haut angeritzt, so dass Blut austreten kann. Durch den schröpfkopfbedingten Unterdruck wird die Blutfülle und die ausgetretene Gewebsflüssigkeit aus der Gelose in den Schröpfkopf hineingesaugt. Resultat ist eine verbesserte Blutzirkulation in dem geschröpften Areal, mit entsprechenden verbesserten Stoffwechselvorgängen.

Baunscheidtieren

Hierbei handelt es sich um ein Ausleitungsverfahren, das von Carl Baunscheidt stammt und mit einem „Lebenswecker“ durchgeführt wird.

  • Mittels dieses Gerätes werden 1-2 mm tiefe Stiche in die Haut entlang von Organ-Zonen eingebracht. Diese werden anschließend mit einem hautreizenden Öl eingerieben. Die Hautreizung führt über den Haut-Eingeweide-Reflex zu einer Beeinflussung der reflektorisch verbundenen Organe und dadurch zu einer (Re-)Aktivierung der Selbstheilungskräfte des betreffenden Organs. Die Behandlung wird aufgrund der Lage der Organ-Zonen meist beiderseits der Wirbelsäule am Rücken, seltener an anderen Körperstellen durchgeführt.

Blutegel

Blutegel sind mit den Ringelwürmern verwandt und ernähren sich von Blut.

  • Werden sie für medizinische Zwecke eingesetzt, kommen aus hygienischen Gründen extra hierfür gezüchtete Egel zum Einsatz. Die Blutegel saugen während der Behandlung, die in der Regel schmerzfrei ist, ca. 10-20 ml Blut auf. Diese Behandlung kann als Mini-Aderlass angesehen werden und wirkt daher ausleitend. Aufgrund der Wirkstoffe, die der Egel in den Körper des Menschen abgibt wirkt sie zudem blutverdünnend, entzündungshemmend und entstauend.

 

> weitere Informationen zur Blutegeltherapie



Ausleitung über pflanzliche Arzneimittel

Hier stehen diverse pflanzliche Mittel (z.B. Koriander, Bärlauch, Chlorella) zur Verfügung, die vorher ausgetestet werden.


Impfausleitung, Narkoseausleitung

Für die Ausleitungen von nötigen Impfungen oder Narkosen stehen homöopathische Mittel zur Verfügung.


Chelattherapie

Bei schweren Formen von Schwermetall-Belastungen kommt die Chelattherapie zum Einsatz. Ein Chelat ist ein Stoff, der andere Stoffe besonders gut binden kann. Diese Chelatoren vermögen Schwermetalle aus ihren Körperspeichern, an die die körpereigenen Entgiftungsmechanismen nicht mehr „herankommen“, zu lösen, zu mobilisieren und überwiegend über den Urin auszuscheiden. Die Therapie läuft über mehrere Sitzungen und wird labortechnisch kontrolliert und mit Nährstoffgaben unterstützt.

 

Die Chelattherapie findet in Zusammenarbeit mit einem Umweltmediziner statt.